April 2025 - Seniorentreffen Hüttenberg
Holger Johannson • 14. April 2025

Bericht aus den Braunfelser Stadt Nachrichten

Die Freiwillige Feuerwehr Bonbaden kann auf ein ereignisreiches Jahr 2025 zurückblicken. Die wichtigsten im Jahr 2025 durchgeführten Veranstaltung waren das Osterfeuer und der Tag der offenen Tür. Beide wurden von der Bevölkerung erneut sehr gut angenommen. Ein weiteres highlight war das Jubiläumszeltlager mit der Jugendfeuerwehr Hombressen, das 2025 zum 50. Mal ausgerichtet wurde. Hier konnte erstmals das neu angeschaffte Schlafzelt genutzt werden. Der Vorstand dankte allen Mitgliedern, die sich bei den diversen Events und auch auf andere Weise vor oder hinter den Kulissen in das Vereinsleben eingebracht haben für deren Engagement. Mit Blick auf den anstehenden Neubau des Gerätehauses bat der Wehrführer Mario Spieß den anwesenden Bürgermeister Christian Breithecker sowie den Stadtbrandinspektor Michael Rack darum, dass die Feuerwehr Bonbaden über die geplante Standortanalyse und Machbarkeitsstudie informiert wird um sich hier gegebenenfalls als Wehr vor Ort mit Ideen und Anregungen einbringen zu können. Die von den einzelnen Abteilungsleitern vorgetragenen Jahresberichte demonstrierten, dass die Mitglieder aller Abteilungen sehr engagiert und mit Freude bei der Sache sind. Die 26 Personen zählende Einsatzabteilung war zu insgesamt 20 Einsätzen alarmiert worden. Die Kameradinnen und Kameraden haben insgesamt 29 Lehrgänge besucht. Hierdurch konnte der Ausbildungsstand gefestigt und vergrößert werden. Für die 16 Kinder und Jugendlichen der Jugendfeuerwehr war neben dem oben erwähnten Zeltlager ein weiteres highlight der durchgeführte 24 Stunden Dienst im Gerätehaus, in dem verschiedene Einsatzszenarien durchgeführt wurden. Den 19 Kindern der Kinderfeuerwehr wurden in 17 Übungsabenden spielerisch die Grundlagen der Feuerwehr sowie Teamgeist und Gemeinschaftssinn vermittelt. Highlights für die Kinder war eine gemeinsame Übung mit der Jugendfeuerwehr sowie die Teilnahme an den Kinderspielen in Hüttenberg. Auch die Ehren- und Altersabteilung, die aus 14 Kameraden und einer Kameradin besteht war im Jahr 2025 sehr rege. So wurde eine Fahrt ins Erlebnisbergwerk Merkers unternommen und zusammen mit den anderen Ehren – und Altersabteilungen der Stadt Braunfels wurde die Berufsfeuerwehr der Stadt Frankfurt besucht. Das Blasorchester hatte im letzten Jahr 18 Auftritte. Highlights waren zwei Matineekonzerte und das Brunnenkonzert in Weilbug. Ferner traten die Musiker bei diversen Veranstaltungen des Feuerwehrverbandes ehrenamtlich auf. In seinem Grußwort übermittelte Bürgermeister Christian Breithecker die Grüße des Magistrats und dankte allen Abteilungen für den geleisteten Einsatz zum Dienst der Bürgerschaft. Stadtbrandinspektor Michael Rack bedankte sich bei den Wehrführern für die gute Zusammenarbeit. In seinen Worten hob er besonders die in Bonbaden geleistete Jugendarbeit hervor. Auf der Agenda standen auch Vorstandswahlen sowie Ehrungen und Beförderungen. Ann-Kathrin Stroh schied nach 9 Jahren aus dem Vorstand aus.
Fast schon traditionell wurde anstelle des Juli-Stammtisches ein Tagesausflug unternommen. Diesmal ging es mit 6 Kameraden in das Erlebnisbergwerk Merkers/Thüringen. Eine obligatorische Frühstückspause wurde an der Friedensbrücke in Vacha, an der ehemaligen Zonengrenze eingelegt. Nach dem 2.Weltkrieg war die Brücke im Grenzgebiet zwischen Thüringen und Hessen als Staatsgrenze der DDR bis 1989 gesperrt. Seit der Grenzöffnung am 12.November 1989 dient die Brücke als Verbindung zwischen Vacha und Philippsthal in Hessen, sie wurde 1990 als „Brücke der Einheit“ benannt. Gut gestärkt ging es weiter nach Merkers, wo die zahlreichen Besucher mit einem herzlichen Glückauf begrüßt und auf die Verhaltensregeln unter Tage hingewiesen wurden. Danach ging es mit dem Förderkorb in 90 Sekunden rasant auf eine Tiefe von 500 Meter. Hier stehen allradgetriebene Fahrzeuge bereit, die uns in teilweise „Rally-Cross“ anmutender Fahrt durch ein unendlich erscheinendes Labyrinth von Strecken und Abbaukammern kutschierten. Während der gut 3 stündigen Führung ging es bis auf eine „Teufe“ (Tiefe) von 800 Meter. Unter anderem ging es zum ehemaligen Großbunker des Bergwerks, in der noch heute der größte untertägig eingesetzte Schaufelradbagger der Welt steht. Heute ist aus dem einstigen Salzlager ein Konzertsaal entstanden, mit einer beeindruckenden Akustik, wovon wir uns bei einer dargebotenen Lasershow selbst überzeugen konnten. Aber auch das Museum stieß auf großes Interesse; denn es vermittelt anschaulich auf rund 1500 Quadratmetern Ausstellungsfläche die 100-jährige Bergbaugeschichte und zeugen von der schweren und oft auch gefährlichen Arbeit der Bergleute in früherer Zeit. Eine weitere Station unter Tage ist der historische Goldraum. Hier wurden zum Ende des zweiten Weltkrieges die Gold- und Devisenbestände der Deutschen Reichsbank und in weiteren Kammern umfangreiche Bestände Berliner Museen eingelagert, darunter die berühmte Büste der Nofretete. Nach einem kühlen Drink an der „Kristallbar“, der tiefsten Bar der Welt, ging die Fahrt zum Schacht, zurück ans Tageslicht. Nach einem gemeinsamen Abendessen ging die Fahrt zurück nach Bonbaden, eine Fahrt, die noch lange in Erinnerung bleiben wird. Bonbaden, 04.08.2025 Holger Johannson
